10. September 2009 von Magic
 
Ja, der letzte Bericht war im Dezember 2008 und da schrieb ich eindrucksvoll – Nächstes Jahr schwimm ich euch um die Ohren. Zu diesem Zeitpunkt war ich echt motiviert – aber leider kam alles anders. Denn Magic Sportfood entwickelte sich in einem so rasanten Tempo, dass ich mich entscheiden musste – entweder Business oder Training. Da Magic Sportfood für mich mehr eine Passion ist, wie Arbeit, brauchte ich nicht lange nachzudenken und meine Entscheidung stand fest: „Magic Sportfood erhält höchste Priorität. Ab Januar hieß dies arbeiten 100 Stunden plus. Wenn ich nun zurückschaue habe ich von Januar bis Ende Juli durchgearbeitet – hatte in dieser Zeit nur drei freie Tage (incl. Samstag und Sonntag). Für´s Training gab es einfach keine Zeit und eigentlich klingt das Ganze eh nur gestört. Für mich war es aber ein Jahr voller Emotionen, interessanter Gespräche, toller Verbindungen und auch sportlicher Erfolge – zwar nicht meine eigene, sondern von Athleten mit denen ich zusammen gearbeitet habe.

Doch wie sollte es weiter gehen, selber fühlte ich mich unwohl in meinem Körper, ich war zu unfit. Dieses Gefühl hatte ich des Öfteren auf den Messen als ich neben gestählerten Athleten stand – ja, so war ich auch mal. Doch dann fing es langsam wieder an im Mai beim Hannover Marathon. Sandra Wallenhorst lief beim Zehner mit und meinte nur – Auf Magic, komm lauf doch mit! – die Form geht, aber Klasse bleibt. Ich war leicht erkältet aber fühlte das Prickeln in mir. Ich war immer ein Wettkampftyp – O.k. was solls dachte ich mir, ich hab zwar nichts drauf – aber sich mal wieder Quälen, das wär doch was. Sandra meinte, komm doch mit in die erste Startreihe – das war mir dann doch to much und startete aus der dritten Reihe :-). O.k. die ersten 1000m konnte ich vorne mit rennen, die 5000m war ich noch auf 42min Kurs – im Ziel warns dann 47min irgendwas.

St. Pölten – im LKW zur Expo nach St. Pölten entschlossen wir (Das Expo-Team Eric, Maiki und ich) eine Staffel beim 70.3 Ironman zu melden. Maiki sollte schwimmen, Eric Rad fahren und ich Laufen. Gesagt getan – Maiki stellte als trainierter Athlet mal wieder unter Beweis, dass Schwimmen nicht seine Stärke ist – Eric knallte eine Radzeit raus, dass uns hören und sehen verging und rief mich 5 min vor dem Radziel an, dass ich doch bitte jetzt meinen Arsch aus dem Shop bewegen solle und in die Wechselzone kommen müsse. Ich rüber gejoggt und schon gings los. Susa meine Trainerin (die leider an mir arbeitslos war …hahaha) meinte 4.50 auf den km sollte ich schon schaffen. Nach 6 km merkte ich, dass mehr drin ist und lief konstant mit 4.30 zu Ende – die Endzeit war 1:36min – für ein Jahr ohne Training ganz o.k.

14 Tage später waren wir dann beim Challenge Niederbronn in Frankreich auf der Expo. Da meinte ich zu Maiki – wetten, dass ich ohne training schneller schwimme wie du in St. Pölten und du langsamer läufst als ich in St. Pölten. Die nächste Staffel war geboren und Luke Dragstra fuhr für uns Rad. Maiki hat verloren. O.k. – die Schwimmstrecke in Niederbronn war etwas zu kurz und die Laufstrecke war viel härter als die St. Pölten – aber gewonnen ist gewonnen.

Im Juli lud mich Suunto dann beim Hamburger Cityman spontan ein die Sprintdistanz mitzumachen. Das sollte ne harte Nummer werden, denn Expo in Hamburg heißt – tagsüber arbeiten – nachts Party – das heißt, maximal 3h Schlaf die Nacht. O.k. – egal – nichts geschlafen – nichts trainiert – gestartet – noch beim Einfahren einen Tackernagel geschnappt – noch nen Schlauchreifen gewechselt – falsch geschwommen – Platz 219 von 2262 Männern ist O.k. – jetzt bin ich wieder scharf was zu machen.

Jetzt fange ich wieder das trainieren an und entschließe bei den Vattenfall Cyclassics mit zu fahren. Das war nur 14 Tage nach dem Cityman. Gesagt getan, noch geschwind einen Startplatz organisiert und für die 100km eingeloggt. Das war ganz schön harter Tobak – aber richtig Radfahren können die da oben nicht. Meistens nur Einerreihe und führen wollt im Block F auch nicht so richtig jemand. Selbst ich musste regelmäßig mitarbeiten – was ich eigentlich nicht wollte bei meinem Trainingszustand. Am Ende reichte es für Platz 804 von 9171 Männern.

Susanne Buckenlei, meine Trainerin, schreibt mir wieder fleißig Pläne und ich trainiere. Was mich überrascht ich komme relativ schnell wieder in die Gänge.

Der nächste Zwischenstopp: Horaffentriathlon am 29.08.. Dort schlug ich im wahrsten Sinne des Wortes ein, wir eine Granate. Nachdem ich beim zweiten Wechsel barfüßig auf einem Radschuh auf den Balgen zuraste und plötzlich der Schuh ausklickte, haute es mich mit 30 Schachen auf die Fresse. Meine Füße sahen aus ob man sie durch den Fleischwolf gedreht hätte. Trotzdem brachte ich das Ganze zu Ende und gewann sogar meine Altersklasse – das lag wahrscheinlich daran, dass in meinem Alter die meisten schon ausgestorben sind …hahaha.

Am Wochenende war dann Geradmer XL – auf dem Programm. Ich startete „nur“ bei der Staffel. Als ich den meisten vorab davon erzählte, dass ich dort den Radpart übernehmen würde, lachte sich jeder tot der die Strecke kannte. Heute weiß ich auch warum – 3:42h für 93km – das war eine Tortur. Der einzige Lichtblick des Tages war Zélie unsere Staffelläuferin – sie war eine echte Augenweite:-).
Und wie geht’s weiter? Ganz einfach – ich wurde zum Ironman Lanzarote überredet und bin gemeldet und beim Challenge Kopenhagen 2010 starte ich auch, denn die Jungs sind einfach cool.
